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Geschichte des Hauses
Das vorherige historische Haus wurde im Jahre 1714 durch Georg Hunger erbaut und brannte am 30.06.1909 um 12 Uhr mittags durch Brandstiftung ab. Das derzeitige Haus wurde 1909 bis 1910 durch Robert Fritzsche als Bürgerhaus im Jugendstil gebaut und 1910 fertig gestellt.
Eigentümer-Historie
1. Georg Leipner Bei der Anlegung des Kaufbuches für Olbernhau im Jahre 1654 war Georg Leipner der Besitzer des Viertelhufengutes, des späteren Lorenzgutes, das am 08.01.1902 nachmittags 14.30 Uhr abbrannte.
2. Marie Walter, geb. Leipner Sie kaufte das Viertelhufengut am 20.02.1668 von ihrem Vater Georg Leipner für 300 Gulden.
3. George Walter Er kaufte am 30.09.1694 das Einviertelhufengut für 250 Meissner Gulden von den Erben des Christoph Iser, zu denen auch seine Mutter, die unter 2. genannte Marie Walter gehörte. Marie Walter war offenbar die Witwe des Christoph Iser. Der Übergang des Besitzes auf Herrn Iser ist nicht mehr feststellbar.
4. George Hunger Der Sattlermeister kaufte dem Begüterten George Walter für 30 Meissner Gulden einen Teil von dessen Viertelhufengutes am 23.04.1714 ab. Dabei handelte es sich um ein Stück Feld zwischen Salomon Friedrich Riedel (Brunner Haus) und dem Gut des Verkäufers.
5. Johann Gottlob Hunger Der Sohn von Georg Hunger, ebenfalls Sattlermeister, kaufte das Haus mit Garten für 150 Thaler am 05.05.1741. Das Haus befand sich neben Carl Friedrich Riedels Haus.
6. Johann Gottlob Hunger Der Sohn gleichen Namens kaufte von seinem Vater (5.) das Grundstück für 150 Thaler am 11.01.1770.
7. Carl Ludewig Peters Der Kauf- und Handelsmann aus Heidelberg (Seiffen) kaufte dem Sattlermeister Hunger (6.) das Haus mit Garten für 400 Thaler am 23.03.1793 ab.
8. Johann Christoph Zinke Der Tischlergeselle aus Oberneuschönberg kaufte von Kaufmann Peters das Haus mit Garten für 425 Thaler am 23.03.1793 ab. Carl Ludewig Peters war damit nur für wenige Stunden Eigentümer des Grundstückes.
9. Christiane Charlotte Zinke, geb. Schönherr Frau Zinke übernimmt das von ihrem Ehemann hinterlassene Wohnhaus in Lehn und Würden am 15.01.1836.
10. Johanne Christiane Concordie, geschiedene Schönherr Die Zöblitzerin kauft von ihrer Schwester (9.) das zwischen dem Einviertelhufengut des Johann Friedrich Gründig und dem Haus des Kupferschmiedemeisters August Moritz Schlesinger gelegene Haus für 800 Thaler am 01.08.1843.
11. Carl Christian Trübenbach Der Schneidermeister erstand das Grundstück in einer Zwangsversteigerung für 990 Thaler am 10.09.1849.
12. Emil Wilhelm Trübenbach Er kaufte das Grundstück von seinem Vater (11.) für 6.300 Mark am 25.09.1875. Im Kaufpreis des Schneidermeisters waren die Vorräte an fertigen Kleidern und Stoffen inbegriffen. Der Verkäufer behielt für sich und seine Ehefrau die alleinige Benutzung der Stube in der ersten Etage links von der Treppe nach der Kirche gelegen vor.
13. Carl Christian Trübenbach Er übernahm das Grundstück aus dem Nachlass seines Sohnes (12.) am 18.06.1883. Er selbst verstarb am 26.07.1886.
14. Carl August Oettel Der Schneidermeister kaufte das Grundstück von Carl Christian Trübenbachs Erben für 10.500 Mark am 08.12.1886.
15. Karl Robert Fritzsche Korbmachermeister Fritzsche kaufte das Grundstück von Carl August Oettel für 11.050 Mark am 14.02.1889. Robert Fritsche baute das am 30.06.1909 abgebrannte Haus 1910 als Bürgerhaus im Jugendstil in der heutigen Form wieder auf.
16. Anna Seyhm und Ella Oehm Die Erbengemeinschaft von Karl Robert Fritzsche übernahm zu gleichen Teilen das Haus nach dessen Tod.
17. Max Alfred Markert Der Korbmachermeister aus Flöha kaufte das Grundstück für 58.000 Reichsmark am 12. Juli 1943.
18. Elsa Markert, geb. Kuhn und Johannes Markert Die Erbengemeinschaft übernahm im Februar 1945 das Grundstück nach dem Tod von Alfred Markert, der in Ostpreußen gefallen war.
19. Johannes Markert Am 21.01.1993 wurde Korbmachermeister Johannes Markert alleiniger Eigentümer des Grundstückes. Am 12./13.08.2002 wurde das Haus im Jahrhunderthochwasser von der Flutkatastrophe betroffen und beschädigt. Das Korbmacherhandwerk ist im Haus Grünthaler Straße 22 mit der Flut nach 113 Jahren untergegangen.
20. Sebastian Markert und Jörg Markert Am 18.11.2003 übertrug Johannes Markert das Grundstück auf seine Söhne Jörg und Sebastian Markert. Damit befindet sich das Haus nun in dritter Generation im Besitz der Familie Markert.
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